Mehr Sicherheit an Schulen


Die Rufe nach sicheren Schulen in Deutschland nehmen zu. Nach Amokläufen und immer wieder neu auftretenden Meldungen, dass bei vereinzelten Schülern verräterische Zeichnungen, Waffen oder Hass-Schriften gefunden seien, fordern Eltern, Lehrer und auch Schulleiter mehr Sicherheit an deutschen Schulen.

 

Senkung der Kriminalität durch strenge Kontrollen

 

Die Orientierung nach Schutz und Sicherheit läuft bereits über die amerikanischen Schulen an. In besonders kriminellen Vororten sind Metalldetektoren und Leibesvisitationen keine Seltenheit. Dass Sicherheitsunternehmen die Kontrolle über Schutz und Ordnung übernehmen ebenfalls nicht. Die Mehrheit der Deutschen, die Kinder an Schulen schicken oder selbst an Schulen tätig sind, unterstützen die amerikanischen Ideen und möchten diese auch an deutschen Schulen durchsetzen. Denn es geht nicht nur um körperliche Übergriffe, sondern auch um seelische Misshandlung und Vandalismus. Die deutschen Stimmen verlangen Taschenkontrollen beim Betreten der Schule, um Waffen, Drogen und Spraydosen oder Ähnliches zu beschlagnahmen und dementsprechende Taten auszuschließen. Daraus ergeben sich eine Senkung der Kriminalität und eine Steigung der Sicherheit.

 

Gegenstimmen erheben sich

 

Aber auch Gegenstimmen kommen zu Wort. Ideen, wie die Schulen nach Unterrichtsbeginn zu verschließen, schüchtern gerade die noch jungen Schüler ein und verbreiten noch mehr Angst. Viele Eltern sehen die Schuld für hohe Kriminalität und Sachbeschädigung bei den Schulen selbst. Die Schüler erhalten keine klar formulierten Verhaltensregeln mit dementsprechenden Sanktionen, haben die meist ungenügend entwickelten Fluchtpläne nicht verinnerlicht und die Autorität der Lehrer lässt oft zu wünschen übrig. Dass die Schulen einen Festungscharakter entwickeln und sich somit wirklich zu einer Lehranstalt wandeln, ist nur einer von vielen Kritikpunkten der Gegenseite. Diese Debatte findet an ziemlich jeder weiterführenden Schule statt und wirft Lehrer und Eltern in Konflikte, die diese von ihren Hauptaufgaben weites gehend abbringen.